Gebetswerkstatt – was bedeutet das?

 

Die Frage, was Gebet ist, was es bewirken kann und wie man beten sollte hat schon unzählige gläubige Menschen umgetrieben und sie haben uns auch einen unermesslichen Schatz an Erfahrungsberichten und Anleitungen dazu übermittelt, der natürlich auch in die Lehre der Kirche eingeflossen ist. So ist auch unter den Gläubigen eine große Wertschätzung des Gebets allgemein vorhanden.

Wir möchten uns hier vor allem auf einen anscheinend besonders schwierigen Aspekt des Gebets konzentrieren, den Papst Franziskus im Jahre 2013 einmal so formulierte:

„Was bedeutet denn, Gott anzubeten?
Es bedeutet zu lernen, wie wir bei ihm verweilen und innehalten können, um mit ihm zu sprechen und dabei zu spüren, dass seine Gegenwart die wahrste, beste und wichtigste aller ist.“

 

Nach allen Rückmeldungen fällt es sehr vielen Gläubigen, mit denen wir darüber gesprochen haben allein schon schwer, längere Zeit bei Gott im ( stillen ) Gebet zu verweilen und innezuhalten.  
Und Menschen, die ihn und seine Gegenwart dann gar spüren oder sich mit ihm sogar unterhalten, was ja bedeutet, dass auch er spricht und sie ihn wahrnehmen können, bilden heutzutage die absolute Ausnahme.


Und daher haben wir die „Gebetswerkstatt“ ins Leben gerufen.
 

Hier wollen wir anhand von Vorträgen, Workshops und auch Internetvideos verschiedene Zugangsweisen zu einer wahrnehmbaren Begegnung oder sogar zu einem Dialog mit dem lebendigen Gott aufzeigen und versuchen, sie in der Praxis zu erproben.

Denn diese Zugangswege gibt es und gab es: Nicht nur die Mystiker des Mittelalters, sondern wohl alle Heiligen haben direkt mit der himmlischen Welt Kontakt gehabt und gerade im Klosterbereich kommt dies noch bis in unsere Tage vor.   

Wenn die MystikerInnen und stillen BeterInnen Gott in der Stille suchen und gesucht haben, so geschieht die Kontaktaufnahme mit Gott und dem Heiligen Geist bei den Charismatikern heutzutage auf viel lebhaftere, aber ebenso intensive Weise, da hierbei mit anderen Mitteln die gleichen Sensoren geöffnet werden.
 Auch hierzu wollen wir Termine anbieten, in denen wir anhand von Videos diese Art der Gottesbegegnung zeigen wollen.

 

Als Ergänzung zu dieser praktischen Herangehensweise werden wir auch für Interessierte unter Heranziehung kognitionspsychologischer Forschungsergebnisse versuchen, diese Phänomene erklären und greifbarer fassen zu können und u.a. auch zu erklären versuchen, was unser Herr mit seinem Ausspruch gemeint hat: 

„Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, dass du dies Weisen und Klugen verborgen hast und hast es Unmündigen offenbart.“
( Matthäus 11,25 )

 

Es steht wohl außer Frage, dass unser Herr damit sagen will, dass Intelligenz und Wissen allein für das Erspüren und Erkennen von Zusammenhängen, die den Erkenntnisbereich unserer fünf Sinne übersteigen, nicht ausreicht. Dafür brauchen wir anscheinend die Fähigkeiten von „Unmündigen“. Daher wird es bei unserem Bemühen vor allem darauf ankommen, die erprobten Wege kennenzulernen und auszuprobieren, die die Dominanz von klugem und intellektuell selbstgesteuertem Handeln und Denken dämpfen, damit sich andere Sensoren öffnen können.